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Mit den Schnitttmustern von Sewsanne kannst du skandinavisch inspirierte Taschen, Geschenke, Spielsachen und Einrichtungsgegenstände nähen.Die Schnittmuster sind ab Spätherbst 2020 erhältlich.

Nählexikon

Wichtige Nähbegrif und Nähtechniken

Ein Schnittmuster ist eine Schablone um die Teile für ein Nähprojekt auszuschneiden. Die meisten Schnittmuster sind auf Papier gedruckt und die Schnittmusterteile werden ausgeschnitten. Danach wird das Schnittmusterteil auf den Stoff gelegt und die Stoffteile entsprechend dem Muster ausgeschnitten. 

Es gibt Schnittmuster bei denen man die Schnittmusterteile erst abpausen muss. Verschiedene Farben und Linien helfen dabei das richtige Muster auszuschneiden.

Zum Schnittmuster gehört auch eine Nähanleitung, in der erklärt wird wie man die ausgeschnittenen Teile zusammennäht.

Ein Schneideschema, oder Musterschema, zeigt wie man die Teile des Schnittmusters auf den Stoff legen muss. Manchmal werden die Teile auch ohne Schema direkt auf den Stoff aufgezeichnet.

 

Oft braucht man zwei gleiche, aber spiegelverkehrte, Teile. Dazu legt man das Schnittmuster auf den doppelt gefalteten Stoff und schneidet beide Teile gleichzeitig aus. Die Stoffe müssen entweder rechts-auf-rechts oder links-auf-links liegen. Dies nennt man auch gespiegelt Zuschneiden.

 Als Stoffbruch (Bruchkante) wird die Falte bezeichnet, die sich beim Zusammenlegen oder Umschlagen eines Stoffes bildet. Der Stoff liegt also doppelt. Viele Schnittmuster müssen im/am Stoffbruch ausgeschnitten werden. Dazu wird das Schnittmusterteil an den Stoffbruch gelegt.


Einige Stoffe haben eine Musterrichtung. Das bedeutet, dass ein Muster eine gewisse Richtung für den Stoff vorgibt. Beim Zuschneiden müssen die einzelnen Schnittmusterteile so auf den Stoff aufgelegt werden, dass das fertige Teil richtig liegt.

Stofflagen sollten fixiert werden bevor man sie zusammennäht, damit sich die Stoffe nicht verschieben. Dazu verwendet man Stecknadeln. Die Stecknadeln werden im rechten Winkel zur Stoffkante/Naht gesteckt. 

Eine ander Möglichkeit ist Nähklipse zu brauchen.


 

Zum Zusammennähen von gewebten Stoffen braucht man den Geradstich. Die Stichlänge bestimmt wie lange die Stiche genäht werden. Eine normale Stichlänge ist 2,5-3.

 

Die Nahtzugabe (Saumzugabe) ist der Abstand zwischen der Naht und der Schnittkante.

 Bei den Schnittmustern von Sewsanne ist 1 cm Nahtzugabe enthalten. Das heisst, dass du die Stoffteile genau so gross ausschneidest wie die Musterteile sind. Lege das Schnittmusterteil auf den Stoff. Zeichne entlang des Musters und schneide danach das Stoffteil entlang der Linien aus.

 Wenn du die Teile später zusammennähst, nähst du genau 1 cm von den Stoffkanten entfernt.

Stoffkanten müssen versäubert werden, damit die Stoffe nicht ausfransen, wenn man sie wäscht. Am einfachsten macht man das mit dem Zickzack-Saum, der ganz aussen entlang der Stoffkante genäht wird. 

Wenn die Saumzugabe auseinandergebügelt werden soll, faltest du die Stoffkanten je auf eine Seite und bügelst die Naht.

Eine Overlockmaschine näht und versäubert die Stoffkanten in einem Arbeitsgang. Zusätzlich werden die Stoffkanten präzise abgeschnitten. Ein Overlocksaum kann auch nur zum Versäubern gebraucht werden. 

Um zu verhindern, dass sich eine Naht wieder auftrennt, werden am Beginn und am Ende der Naht 2-3 Stiche vor- und rückwärts genäht. Dies nennt man Verriegeln der Naht oder auch Vernähen.

Oft näht man eine zweite Naht neben einer bereits genähten Naht, oder entlang einer Kante. Dies nennt man absteppen, oder eine Steppnaht nähen.

Wenn die Saumzugabe abgesteppt werden soll wird sie mit einer Steppnaht festgenäht.

Den Leitersaum braucht man um Wendeöffnungen von Hand zuzunähen.

Beim Verstürzen oder Wenden werden zwei Schnittteile zusammengenäht und danach gewendet. Dazu braucht man eine Wendeöffnung. 

Wenn man Stoffe mit Ecken wenden will, muss man vorher einen Teil der Nahtzugabe an den aussen liegenden Ecken schräg abschneiden. Nach dem Wenden werden die Ecken gut herausgedrückt und gebügelt. 

Wenn man Stoffe mit Rundungen wenden will müssen schmale Keile oder kleine gleichmässige Schnitte in die Saumzugabe geschnitten werden.

So nähst du eine Ecke: Nähe bis zur Ecke, setze die Nähmaschinennadel in den Stoff, hebe den Nähfuss etwas an, drehe den Stoff, senke den Nähfuss und nähe weiter.

So nähst du einen Bogen: Nähe 2-3 Stiche, setzte die Nähnadel in den Stoff, hebe den Nähfuss etwas an, drehe den Stoff so viel wie nötig, senke den Fuss und nähe weiter. Wiederhole dies, bis du den ganzen Bogen genäht hast.

Der Oberfaden (Nadelfaden) ist der Nähfaden, der von der Garnrolle kommt und sich beim genähten Stoff auf der Oberseite befindet. Der Unterfaden ist der Nähfaden, der von der Unterfaden-Spule kommt und sich beim genähten Stoff auf die Unterseite legt.

Damit eine Naht nicht zu stramm oder locker ist, muss die Fadenspannung richtig eingestellt sein. In der Gebrauchsanleitung steht, wie man die Faden-spannung bei deiner Nähmaschine korrekt einstellt. Beim Kräuseln oder Einreihen wird die obere Fadenspannung reduziert. 


Mit Kräuseln oder Einreihen meint man eine Technik, bei der der Stoff in regelmässige Falten gelegt wird. Dazu näht man zwei parallele Kräuselnähte mit reduzierter Oberfadenspannung. Danach wird der Stoff durch Ziehen der Kräuselfäden gefaltet.

Die rechte Stoffseite, ist die Oberseite, oder die bedruckte Seite. Die linke Stoffseite ist die Unterseite des Stoffes. Rechts-auf-rechts bedeutet, dass zwei Stoffe mit ihren rechten Seiten aufeinander liegen. Links-auf-links bedeutet, dass zwie Stoffe mit ihren linken Seiten aufeinander liegen.

Gewebte Stoffe haben zwei Kanten die Webkanten genannt werden. Wenn du auf einem Schnittmusterteil einen langen Pfeil siehst, muss das Teil so auf den Stoff gelegt werden, dass der Pfeil parallel zur Webkante liegt. Dies nennt man Fadenlauf.


Man unterscheidet unter anderem gewobene Stoffe (zum Beispiel Jeansstoffe), gestrickte Stoffe (zum Beispiel Jersey) und Stoffen aus zusammengefilzten Fasern (zum Beispiel Filz oder Vlies).

 Stoffe können aus verschiedenen Fasern hergestellt werden. Ein Baumwollstoff der gewoben ist hat andere Eigenschaften als ein Baumwollstoff der gestrickt ist. Halte dich deshalb immer an die Angaben in der Nähanleitung.

Es ist beim Nähen üblich, verschiedene Arten von Stabilisierungsstoffen zu verwenden. Für etwas mehr Volumen braucht man Volumenvlies. Um Stoffe zu Versteifen und Verstärken brauchst du eine Bügeleinlage oder ein Bügelvlies (Vlieseline).

 Lege ein Backpapier zwischen den Stabilisierungsstoff und das Bügeleisen, wenn du die Stabilisierung festbügelst. Brauche keinen Dampf.

 

In Nähanleitungen steht wieviel Stoff du brauchst. Normalerweise haben Stoffe eine Stoffbreite von 140 cm (Bekleidungsstoffe und Europäische Stoffe) oder 110 cm (Quiltstoffe und Stoffe von ausserhalb Europas). Bügeleinlagen haben oft eine Breite von 90 cm. Wenn du eine andere Stoffbreite brauchst als in der Nähanleitung angegeben, musst du die Stoffmenge anpassen.

Stoffe aus Naturfasern können in der ersten Wäsche stark einlaufen. Du solltest deshalb die Stoffe vorwaschen. Gleichzeitig werden auch Chemikalien und Überschussfarbe ausgewaschen.

Stabilisierungsstoffe, Bastelfilz und Bänder werden nicht vorgewaschen.

Doppelseitiges Nähklebeband /Wonder Tape ist ein praktisches Hilfsmittel um Stoffe temporär zusammenzukleben. Das Band bleibt nicht an der Nadel kleben und kann später ausgewaschen werden. Wonder Tape erleichtert auch das Einnähen von Reissverschlüssen.

Eine Näh-Hebamme oder Hebeplatte ist ein praktisches Plastikwerkzeug, das man hinter oder vor den Nähfuss platziert, um die fehlende Höhe beim Nähen über Stufen auszugleichen.

Der Nähfuss (das Füsschen) hält während des Nähens den Stoff flach und presst den Stoff gleichzeitig auf den Transporteur. Für gewisse Nähtechniken muss der Nähfuss ausgewechselt werden und/oder der Transporteur versenkt/überdeckt werden. 

Ein Reissverschlussfuss ist erforderlich, wenn man nahe an einem Reissverschluss oder einer Bise nähen will. 

Eine Applikation ist eine Verzierung aus Stoff, Filz, Leder oder einen anderen Material, das auf ein Gewebe aufgenäht wird.

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